Der Biochemiker Johannes Krause hat Ötzi neu vermessen. Was uns Europas berühmteste Eismumie über den Fruchtbaren Halbmond während der Steinzeit verrät.
Archäologie
Die Siedlungshügel im Nordosten Syriens sind Zeugen von Jahrtausenden Geschichte. Krieg und Klimawandel bedrohen dieses einzigartige Kulturerbe. Archäologen und Aktivisten vor Ort feiern dennoch Erfolge im Kleinen.
Der Krieg im Jemen ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern zerstört auch das kulturelle Erbe des Landes. Iris Gerlach, Leiterin der Außenstelle Sanaa am Deutschen Archäologischen Institut, über Antikenschutz in Kriegszeiten.
Bildersturm und Kunstzerstörung betreibt der »Islamische Staat« (IS) nicht nur selektiv, sondern auch mit einem inhärenten Widerspruch: Der inszenierte Tabubruch produziert unaufhörlich die Bildlichkeit einer orientierungslosen Moderne weiter.

Der Kriminalarchäologe Michael Müller-Karpe über ein neues Gesetz zum Schutz von Kulturgütern, den »Islamischen Staat« und seine vor Gericht verhandelte Behauptung, dass an orientalischen Antiken »Blut klebt«.

Der Internationale Museumsrat (ICOM) präsentiert in Berlin die »Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Syriens«. Nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht macht die Sorge um Antiquitäten und Artefakte Sinn.

Entstehung, Zerstörung, Rekonstruktion: Die Bonner Kunst- und Ausstellungshalle dokumentiert die turbulent-tragische Forschungsgeschichte einer 3.000 Jahre alten orientalischen Kultur und ihres Entdeckers Max von Oppenheim.

Während täglich antike Stätten ausgeplündert werden, verbucht der Irak kleine Erfolge bei der Rückführung von Funden. Derweil zieht ein Auktionshaus ein Museum vor Gericht. Eine Provinzposse oder ein Fall, der Rechtsgeschichte macht?