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Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon

Der Sound von Tripoli

Reportage
Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Foto: Thore Schröder

Wie lebt es sich in der zweitgrößten Stadt des Libanon? Was denken die Bewohner? Für den Podcast »Trablous Talk« berichtet der Journalist Thore Schröder in sechs Teilen aus dem Schatten Beiruts.

Für »Trablous Talk« hat Thore Schröder mit Unternehmern und Aktivisten in Tripoli gesprochen, mit Flüchtlingen und ehemaligen Kämpfern. Es ist ein Podcast, der die Konturen einer Stadt nachzeichnet, die auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblickt. Als phönizischer Handelsstützpunkt, als Kreuzfahrerfestung, als mamlukische, als osmanische und als moderne libanesische Metropole.

 

Hier finden Sie eine Playlist mit allen sechs Folgen des Podcasts:

 

 

Taubenschwärme im Rundflug über eng gereihte Häuser, lärmende Märkte, hupende Mercedes-Taxen, Pracht und Verfall, der Blick von den Mauern der Zitadelle – im ersten Teil des Podcast gibt Thore Schröder einen Überblick über Geschichte und Wirtschaft der zweitgrößten Stadt Libanons und spricht mit zwei jungen Tripolitanern über die schönsten Orte und die größten Probleme der Metropole am Abu Ali.

 

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Shafik Abdul Rahman hilft mit seiner NGO Utopia dort, wo der Staat und die Verwaltung versagen. Hier steht er am Sahat al-Nur.Foto: Thore Schröder

 

Lange trennte die Syrienstraße nicht nur zwei rivalisierende Viertel, sondern schürte den Hass zwischen Sunniten und Alawiten. Heute läuft der Wiederaufbau an – und junge Aktivisten bringen die verfeindeten Gruppen auf der Bühne einander näher. Im zweiten Teil des Podcasts sprechen wir mit Iihnen darüber, wie sie mit die Geister der Vergangenheit vertreiben. Doch die Straße hält schon das nächste große Problem bereit.

 

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Der 27-jährige Atris kämpfte einst gegen Nachbarn an der Syrien-Straße, jetzt repariert er Garagen.Foto: Thore Schröder

 

In der dritten Folge kommt es ganz dicke: Zucker, Sahne, Sirup – das sind die Zutaten für die Spezialität, die den Tripolitanern und Besuchern aus ganz Libanon den Nachtisch versüßen. Wie Halawat Al-Jibneh und viele andere Süßspeisen zubereitet werden, lässt sich Thore Schröder bei einer Führung durch das alteingesessene Familienunternehmen Hallab zeigen.

 

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Zaher Hallab gehört zur neuen Generation in der Unternehmensführung. Hinter ihm formt eine Mitarbeiterin Halawat Al-Jibneh.Foto: Thore Schröder

 

Die Grenze zu Syrien ist nur wenige Kilometer entfernt – und damit auch die Konflikte im Bürgerkriegsland. Bis zu 70.000 Syrer sind in die Region um Tripoli geflohen. Thore Schröder hat für den vierten Teil des Podcasts Menschen getroffen, die sich hier eine neue Existenz aufbauen, auf die Rückkehr in die Heimat hoffen – und mit den gesellschaftlichen und menschlichen Folgen des Krieges in Syrien zurechtkommen.

 

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Yusuf (30) und Laila (23) in ihrem Kiosk im Stadtteil Zahriyye. Aus Angst vor Assads Schergen in ihrer Heimat Syrien wollen sie anonym bleiben.Foto: Thore Schröder

 

Als mediterrane Metropole blickte Tripoli schon immer Richtung Meer. Heute hofft man in Libanons zweitgrößter Stadt, mit Logistik wieder zum Verladezentrum in der Region aufzusteigen. Teil fünf des Podcasts stattet dem Hafen einen Besuch ab und geht der Frage nach, welche Rolle die Sonderwirtschaftszone für den Wiederaufbau in Syrien spielen soll.

 

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Blick über das Hafengelände. Auf der angrenzenden Freifläche soll eine 500.000 Quadratmeter große Sonderwirtschaftszone entstehen.Foto: Thore Schröder

 

Neue Jobs für Tripoli: Welche Bedingungen finden Startup-Gründer in der Stadt vor? Zum Abschluss des Podcasts, im sechsten Teil, besucht Thore Schröder Unternehmer, die sich nicht mit dem Exodus junger Menschen abfinden und Stromausfällen und Finanzierungslücken trotzen.

Podcast »Trablous Talk« über Tripoli im Libanon
Samir al-Zein hat das Start-Up Neotic gegründet. Seine Firma nutzt künstliche Intelligenz, um Investitionsstrategien zu simulieren.Foto: Thore Schröder


Thore Schröder kommt aus Hamburg, war lange in Berlin und lebt nun als freier Journalist im Nahen Osten. Nach vier Jahren in Jerusalem, Tel Aviv und Amman verbrachte er zuletzt einige Wochen im Libanon.

Von: 
Thore Schröder

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